Abriss-Skulptur

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Wir suchen mehr als Macht und Geld

Aufstellung der Stele am 29.01.09, Foto : Guido Bludau
Und abends mit Beleuchtung : Ostseite des oberen Teils

Heimat heißt auf arabisch 'baladi'. Wie sehr Barkenberg ihre Heimat ist, zeigen die Bürger mit viel künstlerischen Engagement: Eine Skulptur von Jugendlichen aus dem Stadtteil verknüpft alte und neue Heimaten.

Seit Februar 2009 erinnert eine vier Meter hohe, von innen und außen beleuchtete Skulptur an den großen Abriss der Häuser Dimker Allee 35 - 79. Das Jugendprojekt von Pater Pauly hat sie mit dem Metallkünstler Norbert Then aus Teilen und Gegenständen erarbeitet, die beim Abriss gesammelt wurden.,,Die Gestaltung der Skulptur stand nicht von vornherein fest. Die ldeen sind mit der Arbeit gewachsen", sagt Pater Pauly. ,,Es ist ein ganz wichtiges Signal für die Jugendlichen, dass sie in ihrem Stadtteil auch selbst etwas mit gestalten können."

Dauerhafte Erinnerung
Die Skulptur besteht aus Cortenstahl, der wegen seiner schnell ansetzenden Rostschicht bei Künstlern beliebt ist, und beinhaltet Erinnerungsstücke wie alte Klingeltableaus, Türgriffe und Teile vom Mauerwerk. Die Jugendlichen haben sie außerdem mit deutschen, russischen, türkischen und kurdischen lnschriften versehen. Hassan hat das arabische Wort für Heimat, ,baladi', gewählt. Yavus wünscht auf Kurdisch den Betrachtern der Stele einen guten Tag in der neuen Heimat: ,Welat roj baros". Andere lnschriften lauten: ,,Es ist so schwer, in Frieden zu leben" und ,,Wir suchen mehr als Macht und Geld". An über zehn Herbstabenden arbeiteten die jungen Künstler unter Anleitung von Meister Dirk Langhorst in der Werkstatt der Stahlbaufirma Günnemann-Grosse & Co. GmbH. Die Firma stellte neben den Räumlichkeiten und der Expertise auch den Stahl zu besonders günstigen Konditionen zur Verfügung. Das Fundament der Stele hat die Dorstener Arbeit gGmbH gegossen; und auch der Bauantrag und die Berechnung der Statik sind ehrenamtlichen Unterstützern zu verdanken. Die Sparkasse Vest, die RWE Jugendstiftung, die Dr. Carl Dörken Stiftung und der ArbeitskreisJugend e.V. Dorsten leisteten einen finanziellen Beitrag. Zwei der Künstler haben selbst in den abgerissenen Häusern gewohnt und heute leben sie und die anderen umgesiedelten Mieter in modernen Wohnungen in unmittelbarer Nachbarschaft.

Quelle:

Wörtliche Übernahme des Textes aus dem LEG Magazin Ausgabe 1/2009 S.32-33

Download : http://www.leg-nrw.de/fileadmin/leg-nrw.de/Unternehmen/Publikationen/pdf/leg_magazin_2009_01.pdf

Siehe auch

Detail
Für die Skulptur ist vorausschauend vorher Abriss-Material von Dimker Allee 35ff auf dem Hof der Dorstener Arbeit in der Wienbachstraße zwischengelagert worden, Feb 08

Plakat Skulptur.jpg Plakat Skulptur U.jpg