Allen Opfern
Recherche-Ergebnisse zu nicht einheimischen Opfern von NS-Diktatur und 2. Weltkrieg in Wulfen
Juden
Zwangsarbeiter
Kriegsgefangene
Sogenannter Russenfriedhof
1942 wurde in der äußersten Ecke des damaligen Wulfener Gemeindegebiets ein Friedhof vor allem mit Massengräbern für verstorbene Sowjetbürger angelegt. Er liegt am Tüshausweg gegenüber dem Waldfriedhof Holsterhausen.
Eine Recherche des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge 2024 ergab, dass dort überwiegend Kriegsgefangene verscharrt worden sind, die im Lazarett an der Schleuse verstorben sind. Vorher waren sie in Arbeitskommandos im Ruhrgebiet (z.B. bei Krupp) zu härtester Arbeit bei ungenügender Ernährung gezwungen.
"Euthanasie"
= Ermordung von Behinderten
Auskunft der Gedenkstätte Hadamar vom 10.12.24 (Frau Michel):
"In unseren Unterlagen konnten wir keinen Hinweis auf Personen finden, die in Wulfen geboren wurden oder dort gelebt haben. Bitte beachten Sie dabei jedoch, dass uns bislang bei einem Drittel der Opfer der Geburtsort und bei zwei Dritteln der letzte Wohnort vor Aufnahme in eine Anstalt nicht bekannt sind."
Auskunft von Marion Rible (am 14.11.24):
Nach Kriegsende sollten die Pfarrer über Euthanasie-Opfer an den Bischof berichten. Bei Frau Ribles Recherchen konnten die Mitarbeiter des Diozösanarchivs kein Schreiben aus Wulfen finden.
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