Beim jährlichen bundesweiten Volkstrauertag organisiert der Schützenverein eine Veranstaltung am Ehrenmal. Sie wird von der Blasmusik Wulfen musikalisch begleitet. Es wirken mit: die Freiwillige Feuerwehr, der Heimatverein und die Ortsgruppe des Roten Kreuzes, 17.11.24Nach der Aufstellung neben Frisör Buddenbrock ziehen die Teilnehmer über die Straße zum denkmalgeschützten Ehrenmal.Gute Reden hielten Michael Diekert (Vorsitzender des Schützenvereins) und Pfarrer Martin Peters. Beide hatten viele aktuelle Bezüge, wie den Krieg gegen die Ukraine. Am Samstagvormittag (16.11.) trafen sich zahlreiche Mitglieder des Wappenbaumvereins, sowie der Offizierskorps samt Vorstand des örtlichen Schützenvereins, um kurz vor dem Volkstrauertag die große Wiese im Herzen von Wulfen und das Ehrenmal mit vereinten Kräften zu reinigen. Foto: BludauFoto: Bludau, 16.11.Bei jährlichen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag beteiligen sich viele Vereine, Foto Bludau, 2022An der Gedenkfeier zum Volkstrauertag beteiligten sich viele Wulfener Vereine. Es sprachen Diakon Günter Preißendörfer und der Schützenvereinsvorsitzende Andreas Wanning. Foto: Guido Bludau 2021Flagge mit Trauerflor am Ehrenmal : der Schützenverein gedachte damit der Bombardierung 1945. Siehe auch: "22. März 1945"Vor genau 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg, die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Das nach dem 1. Weltkrieg entstandene Ehrenmal erinnert auch an die gefallenen und vermissten Wulfener Soldaten des Krieges 1939 - 1945, ebenso an die durch Kriegsereignisse getöteten Mitbürger. Nicht gedacht wird auf den Tafeln der Zwangsarbeiter, Juden und anderer Opfer der NS-Gewaltherrschaft. Wäre es nicht an der Zeit, an dieser Stelle durch eine Ergänzung ALLEN Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken?, 7.5.2020Auch 2019 organisierte der Bürgerschützenverein Wulfen zum diesjährigen Volkstrauertag am Sonntag 17. November eine Gedenkfeier am Ehrenmal in Alt-Wulfen. Traditionell waren viele Wulfener Vereine, Verbände und Bürger bei der Feier dabei. Los ging es nach der Messe in der St. Matthäus-Kirche, von der Hervester Straße aus erfolgte ein geschlossener Übergang zum Ehrenmal. Die Veranstaltung wurde mit Musikstücken des MGV-Liederkranz und der Blasmusik Wulfen feierlich umrahmt. Fackelträger der freiwilligen Feuerwehr sowie Mitglieder des Offizierskorps der Schützen und des Deutschen Roten Kreuzes stellten für die Dauer der Zeremonie besondere Abordnungen. Die Gedenkrede für die Opfer von Krieg und Terror hielt in diesem Jahr die evangelische Pfarrerin Anke Leuning. Foto und Text: Guido BludauAm alljährlichen Volkstrauertag findet am Ehrenmal eine halbstündige Veranstaltung zum Gedenken an die durch Krieg und Gewaltherrschaft gestorbenen Männer, Frauen und Kinder statt. Organisiert wird sie vom Schützenverein, der auch die Anlage pflegt. Beteiligt sind unter anderen Männergesangverein, Blasmusik, Heimatverein, kath. Kirche und Feuerwehr, 18.11.Am Volkstrauertag gedenkt der Schützenverein mit vielen anderen der Toten der beiden Weltkriege. Die Tafel am Ehrenmal weist für das Kriegsjahr 1917 elf gestorbene Soldaten aus Wulfen auf.Fleißig am Samstagmorgen: Mitglieder des Schützenvereins säubern das Ehrenmal, 4.3.17Am bundesweiten Volkstrauertag findet am Ehrenmal eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der beiden Weltkriege und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft statt. Kranz mit Schleifen vom Fußballverein Blau-Weiß, Schützenverein, Feuerwehr und Heimatverein, 15.11.15Vor genau 75 Jahren begann am 1.9.39 der 2.Weltkrieg mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen. Die Tafeln am Mahnmal weisen für die Jahre 1939 und 1940 noch keine toten Soldaten aus Wulfen auf, aber dann werden es immer mehr.Der 1. Weltkrieg war fast vergessen, aber durch das Jubiläum des Beginns vor 100 Jahr wird aktuell darüber viel geschrieben und berichtet. Die Namen der toten Soldaten aus Wulfen sind hier auf Bronzetafeln festgehalten.Volkstrauertag 2009, Foto: Guido BludauVetreter zahlreicher Vereine gedachten mit Pfarrer Voss am Volkstrauertag der Toten aller Kriege, Foto: Guido Bludau 2011VolkstrauertagNach der Kranzniederlegung zum Schützenfest 2008Einweihung 1925Auflistung 1925 (vergrößerbar)
Wie fast in jedem Ort wurde auch in Wulfen ein Denkmal für die Gefallenen des ersten Weltkrieges errichtet. 1925 gebaut, 1958 saniert, zum 24.6.1995 instandgesetzt und um die Namen der Toten des 2. Weltkrieges ergänzt.
Auf den Bronzetafeln sind namentlich aufgelistet:
3 Tote des Krieges 1870/71
65 Tote des Krieges 1914-18
117 Gefallene und vermisste Soldaten 1933-45
48 getötete Zivilisten, vor allem Opfer des Luftangriffes am 22.3.45
Das Objekt ist denkmalgeschützt.
Nicht gedacht wird an dieser Stelle an das Schicksal der beiden jüdischen Familien Wulfens. 2007 wurden an der Matthäuskirche Stolpersteine zum Gedenken an die Familie Lebenstein verlegt, 2013 an der Sparkasse eine Gedenktafel für die Familie Moises angebracht. An die Toten unter den Zwangsarbeitern, von dene viele auf der Muna eingesetzt waren, erinnert direkt in Wulfen nichts. Auf dem sogenannten "Russenfriedhof" in Holsterhausen gibt es eine allgemeine Tafel.
Literatur
Festschrift für die Feier des 25jährigen Bestehens des Kriegervereins Wulfen i.W. verbunden mit der Einweihung des Ehrenmals für die gefallenen Helden am 28. und 29. Juni 1925.
Enthält:
Festfolge
Aus der Kriegsgeschichte der Herrlichkeit Lembeck, insbesondere der Gemeinde Wulfen (4 S.)
Geschichte des Kriegervereins Wulfen (4 S.)
Geschichte des Denkmals (3 S.)
(Auflistung) Den Heldentod starben aus der Gemeinde Wulfen (1 S.)
Opfer des Weltkrieges 1939/45 aus und in der Gemeinde Wulfen / Theodor Küper. Heimatkalender 1960, S.47-54. Enthält 231 Namen:
A. Namen der gefallenen und verstorbenen Krieger unserer Gemeinde (114)
B. Durch feindliche Bomben gefallene Zivilpersonen (17)
C. Beim Großangriff auf Wulfen am 22.3.1945 gefallene Einheimische (24)
D. Bei einem feindlichen Luftangriff auf einen Personenzug am 29. Oktober 1944 gefallene Zivilpersonen (20)
E. Bei einem feindlichen Luftangriff auf einen Personenzug am 29. Oktober 1944 gefallene Soldaten (10)
F. Namen der ortsfremden Soldaten, welche beim Übergang der Front und sonst in Wulfen gefallen sind (20)
G. Opfer der Explosion eines Munitionsbunkers auf der Muna am 29.12.1944
In Wulfen 1939-'45 gestorbene Nichtdeutsche (wird weiter ergänzt)
Name
Geburtstag
Ort
Todestag
Grab
Alter
Anmerkung
Cimbal, Ivan
20.09.1922
06.07.1944
42
21 Jahre
Fesenko, Nikolay
23.11.1926
Horobuwka
29.12.1944
43
18 Jahre
Muna-Explosion
Gusewa, Larisa
20.12.1921
24.04.1944
41
22 Jahre
Harmaroch, Michael
20.03.1925
29.12.1944
44
19 Jahre
Muna-Explosion
Karnjewa, Anna
04.04.1914
Koltschano
29.12.1944
45
30 Jahre
Muna-Explosion
Kuripka, Iwan
27.09.1925
1945
63
19 Jahre
Nakonechnaja
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03.07.1944
58
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Quelle: Russischer Friedhof außerhalb des Waldfriedhofs in Dorsten-Holsterhausen. Hier: Namentliche Aufstellung der Einzelgräber Stadt Dorsten, Bauverwaltungsamt, 19.09.1983. (Heimatbundarchiv: OB Zwangsarbeiter)
Bei einer verheerenden Munitionsexplosion starben am 29.12.1944 26 Menschen, darunter der Munitionsarbeiter Peter Gellings aus Lembeck-Endeln. Die meisten waren ausländische Zwangsarbeiter.